Pionierunternehmen & Herausforderungen
Kommen Ihnen die Herausforderungen von Aepli Metallbau AG, Heberlein Technology AG oder der HB-Therm AG bekannt vor? Entwickeln Sie gemeinsam mit einem der drei Pionierunternehmen und weiteren KMU konkrete Lösungsansätze für ein Thema.
Aepli Metallbau AG: Zentrale und verlässliche Datenquelle für Produktion und Lieferkette
Die Aepli Metallbau AG neues Fenster ist ein familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Gossau (St.Gallen) und Wurzeln in einer im Jahr 1913 gegründeten Schlosserei. Heute zählt Aepli zu den etablierten Anbieterinnen in der Fassaden- und Metallbaubranche. Das Unternehmen deckt die Bereiche Fassadenbau, Türen, Metallbau und Wartung ab und begleitet Bauprojekte über den gesamten Lebenszyklus von Entwicklung und Bau bis zu Service und Ersatz.
Wie viele produzierende KMU steht auch Aepli vor der Herausforderung, dass Produktions-, Planungs- und Lieferkettendaten zwar vorhanden, aber nicht konsolidiert und durchgängig nutzbar sind. Informationen zu Kapazitäten, Materialverfügbarkeit, Auftragsstatus oder Terminverschiebungen liegen in unterschiedlichen Systemen und Sichten vor. Dadurch fehlt ein gemeinsamer Überblick über Engpässe, Abhängigkeiten und Risiken entlang der Produktion und Lieferkette. Auswirkungen von Verzögerungen oder Priorisierungsentscheiden lassen sich nur mit hohem manuellem Aufwand abschätzen – oft zu spät, um rechtzeitig gegenzusteuern. Besonders anspruchsvoll wird die Situation bei hoher Auftragsdichte, komplexen Stücklisten, mehrstufigen Materialflüssen sowie der Kombination von interner und externer Fertigung. Strategische und operative Entscheide basieren damit häufig auf einem unvollständigen oder inkonsistenten Gesamtbild.
Ziel ist es, eine transparente und verlässliche Entscheidungsgrundlage für Produktion und Lieferkette zu schaffen, die operative und strategische Entscheide unterstützt. Konkret soll:
- eine konsolidierte Sicht auf relevante Kennzahlen und Statusinformationen entlang von Produktion und Lieferkette entstehen,
- eine Frühaufklärungs- beziehungsweise Forecast-Logik Engpässe, Lücken und Risiken frühzeitig sichtbar machen,
- die Priorisierung von Aufträgen, Projekten und Kapazitäten nachvollziehbarer und fundierter erfolgen,
- der manuelle Abstimmungsaufwand reduziert und eine klare «Single Source of Truth» als zentrale und verlässliche Datenquelle etabliert werden.
Das erarbeitete Vorgehen soll so gestaltet sein, dass es auch auf andere produzierende KMU übertragbar ist und als praxisnahes Referenzmodell für den Umgang mit Datentransparenz, Priorisierung und Entscheidungsunterstützung dienen kann.
Das Pionierunternehmen Aepli Metallbau AG freut sich auf Ihre Mitarbeit. Ihr Partner ist:
Michael Röthenmund, CTO, Mitglied der Geschäftsleitung
Mail: michael.roethenmund@aepli.ch
Telefon: 071 388 82 50
Heberlein Technology AG: Lückenlose Rückverfolgung von Produkten
Die Heberlein Technology AG neues Fenster ist ein traditionsreiches Schweizer Technologie-Unternehmen mit Wurzeln, die bis ins Jahr 1835 zurückreichen. Das Unternehmen mit Sitz in Wattwil ist international als weltweit führender Anbieter von Luftverwirbelungs- und Luftblastexturierdüsen für synthetische Endlosgarne bekannt. Im Fokus stehen die Entwicklung und Produktion hochspezialisierter Kernkomponenten aus Keramik sowie dazugehörige Dienstleistungen und technische Lösungen für die Kundschaft.
Heberlein sieht sich mit der Herausforderung konkfrontiert, dass textile Komponenten über ihren Lebenszyklus hinweg nicht durchgängig digital identifizier- und rückverfolgbar sind. RFID- und QR-Technologien werden heute weder intern in der Fertigung noch extern im Service- und Wartungsumfeld systematisch genutzt.
Interne Prozess- und Qualitätsdaten entstehen teilweise manuell oder isoliert, während Nutzungs-, Wartungs- und Lebensdauerdaten bei der Kundschaft weltweit nur eingeschränkt oder gar nicht verfügbar sind. Es fehlt eine zentrale Struktur, um Produkt-, Qualitäts- und Nutzungsinformationen konsistent zu erfassen, zu verknüpfen und auszuwerten.
Damit bleibt unklar, wie digitale Identifikation gezielt eingesetzt werden kann, um die Qualität zu steigern, Prozesse zu verbessern und neue kundschaftorientierte Services aufzubauen. Ursachen liegen unter anderem in fehlenden Standards, einer nicht integrierten Digitalstrategie sowie dem bislang geringen Einsatz von IoT-Ansätzen im textilen Umfeld.
Ziel ist es, eine durchgängige, digitale Rückverfolgbarkeit für textile Komponenten zu etablieren. Konkret sollen:
- RFID- und/oder QR-Standards für relevante Produkte definiert und eingeführt werden,
- Fertigungs- und Qualitätsdaten in Echtzeit und strukturiert erfasst werden,
- pro Produkt eine digitale Lebenslaufakte mit Nutzungs-, Wartungs- und Zustandsinformationen entstehen,
- eine zentrale Datenbasis aufgebaut werden, die systematische Auswertungen ermöglicht,
- neue digitale Services für Kundinnen und Kunden entstehen (z. B. Informations- oder Service-Applikationen),
- die Grundlage für Differenzierung, Innovation und neue Geschäftsmodelle geschaffen werden.
Das Ergebnis soll zeigen, wie Rückverfolgbarkeit und digitale Identifikation praxisnah, skalierbar und auch für andere Industrieunternehmen nutzbringend umgesetzt werden können.
Das Pionierunternehmen Heberlein Technology AG freut sich auf Ihre Mitarbeit. Ihre Partner sind:
Patrick Buchmüller, CTO
Mail: patrick.buchmueller@heberlein.com
Telefon: 071 987 44 84
Remo Waldburger, Projektleiter
Mail: remo.waldburger@heberlein.com
Telefon: 071 987 43 38
HB-Therm AG: Von Gerätedaten zu Services
Als Pionierin in der Herstellung von Temperiergeräten für die kunststoffverarbeitende Industrie zeichnet sich die HB-Therm AG neues Fenster mit Sitz in St.Gallen seit ihrer Gründung im Jahr 1967 durch herausragende Innovationen, kompromisslose Qualität und ein starkes Engagement für Nachhaltigkeit aus. Mit einer Tochtergesellschaft in Siegburg, Deutschland, und 65 Ländervertretungen ist HB‑Therm weltweit präsent und bedient Kundinnen und Kunden aus den Branchen Automobil, Medizintechnik, Konsumgüter, Optik und Industrie. Mit 140 Mitarbeitenden produziert das Unternehmen jährlich über 11’000 Geräte und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund CHF 60 Mio.
HB-Therm verfügt, wie viele Unternehmen mit vernetzten Produkten, über grosse Mengen an Geräte-, Prozess- und Betriebsdaten. Es ist eine Herausforderung, diese Daten nicht nur zu erfassen, sondern systematisch in konkreten Nutzen für die Kundschaft, neue Services und nachhaltigen Mehrwert zu übersetzen. Heute ist oft unklar, welche Daten wirklich relevant sind, welche Use Cases Priorität haben und wie aus technischer Machbarkeit wirtschaftlich tragfähige Serviceangebote entstehen können. Der Aufwand für Datenerfassung, Integration und Analyse ist hoch, während der konkrete Nutzen für die Kundschaft, die Serviceorganisation und das Geschäftsmodell nicht immer eindeutig ist. Zusätzlich erschweren Fragen zu Datenschutz, Eigentum, Zuständigkeiten und Akzeptanz den Schritt von der Technologie hin zu marktfähigen, skalierbaren Services.
Ziel ist es, einen klaren Data-to-Value-Ansatz zu entwickeln, der Daten gezielt in nutzbringende Services überführt. Konkret sollen:
- klare, priorisierte Use Cases identifiziert werden, bei denen Daten messbaren Mehrwert für die Kundschaft schaffen,
- datenbasierte Services entstehen, die Effizienz, Qualität oder Verfügbarkeit von Produkten und Prozessen verbessern,
- ein digitaler Zwilling als Grundlage für Analyse, Prognose und Serviceentwicklung genutzt werden,
- technische Möglichkeiten, Bedürfnisse der Kundschaft und Business-Logik besser miteinander verzahnt werden,
- wirtschaftlich tragfähige Service- und Geschäftsmodelle entstehen, die auch für andere Industrieunternehmen übertragbar sind.
Das Ergebnis soll zeigen, wie Unternehmen den Schritt von Datensammlung zu wertschöpfenden Services strukturiert und praxisnah gestalten können.
Das Pionierunternehmen HB-Therm AG freut sich auf Ihre Mitarbeit. Ihre Partner sind:
Reto Zürcher, CEO
Mail: office@hb-therm.ch
Telefon: +41 71 243 64 34
Muhammed Kakis, Communication & Business Development
Mail: marketing@hb-therm.ch
Telefon: +41 71 243 65 49
Interessiert?
Wir freuen uns, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.
Durchführungspartner des Inno-Netzwerks St.Gallen ist das Institut für Innovation, Design und Engineering (IDEE) der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Das IDEE moderiert und begleitet das Projekt und macht die Ergebnisse daraus sichtbar.
Ihre Ansprechperson ist Thomas Utz, Co-Leiter des IDEE. Rufen Sie uns ganz unverbindlich an oder schreiben Sie uns eine Mail.
Telefon: +41 58 257 12 92
E-Mail: thomas.utz@ost.ch neues Fenster
